Zum Inhalt springen
Zum Inhaltsverzeichnis
Stufe 4 · Memotion Flow

Meine Geschichte: Wie Bilder für mich zu Ankern wurden

Zwei kleine Kinder sitzen von hinten betrachtet im Gras und blicken auf eine Küstenlandschaft bei blauem Himmel.
Kennst du das? Die Kitabilder deines Kindes kommen nach Hause, und irgendetwas fehlt. Das Kind auf dem Foto lächelt, aber es ist nicht ganz das Kind, das du kennst. Genau diese Unzufriedenheit hat mich vor über zehn Jahren zur Fotografie gebracht.

Wie ich zur Familienfotografie kam

Ich habe die Fotografie von Grund auf gelernt. Anfangs war das eine große Herausforderung, aber mit der Zeit fand ich meinen eigenen Stil. Parallel habe ich Hochzeiten fotografiert, weil ich dachte, damit ließe sich gut etwas dazuverdienen.
Eine meiner ersten Kundinnen habe ich einmal gefragt, warum sie sich für mich entschieden hat. Sie hatte drei andere Fotografen zur Auswahl. Ihre Antwort: Wer so gut Kinder fotografieren kann, schafft auch eine Hochzeit. Der Hochzeitsfotografie habe ich mich später losgesagt. Bei der Familienfotografie ist es geblieben.
Seitdem habe ich sehr viele Kinder in Schulen und Kindergärten fotografiert, jedes mit seiner eigenen Geschichte. Dabei habe ich gelernt: Um die Persönlichkeit eines Kindes einzufangen, braucht es mehr als drei Minuten bei einem Kita-Shooting. Die eigentliche Kunst liegt im Umgang mit dem Kind. Wenn ich auf seine Belange eingehe, entsteht eine Beziehung, und erst dann entstehen echte Bilder.

Über 100.000 Bilder und eine einzige Frage

Nach einer persönlichen Trennung stand ich vor einer Sammlung von mehr als 100.000 Bildern. Ich wollte schon lange ein System, war aber nie zufrieden. Die Trennung hat mich gezwungen, Entscheidungen zu treffen. Dabei stellte ich mir immer wieder dieselbe Frage: Warum?
Warum mache ich diese Fotos? Warum sind sie mir wichtig? Und warum kann ich manche Bilder einfach nicht löschen? In dieser Zeit habe ich viel in meine eigene Entwicklung investiert. Ich erkannte Parallelen und begann, sie mit meinem Ordnungssystem zu verknüpfen.
Daraus ist das Memotion-System entstanden. Es geht nicht darum, Bilder zu sammeln. Es geht darum, sie bewusst zu nutzen, als Anker für Selbstbewusstsein, Motivation und Dankbarkeit.

Warum ich ein Buch schreibe

Ich hätte nie gedacht, einmal ein Buch zu schreiben. Schreiben war nicht mein Weg, dachte ich jedenfalls. Aber je besser ich verstanden habe, wie stark Bilder auf unser Denken, Fühlen und Handeln wirken, desto klarer wurde mir: Ich möchte dieses Wissen teilen.
Die meisten von uns haben Tausende Fotos auf dem Handy, auf der Festplatte und in der Cloud. Das Problem ist nicht, dass wir zu wenige Erinnerungen haben. Das Problem ist, dass wir sie nicht mehr finden und deshalb auch nicht nutzen. Genau hier setzt Memotion an. Mein Buch dazu ist für das nächste Jahr geplant.

Was Memotion Flow für dich bedeutet

Memotion Flow beschreibt einen Weg in vier Stufen: Begeisterung wecken, spielerisch Können aufbauen, innere Motivation finden und schließlich Bilder bewusst als Anker nutzen. Ob du dein Kind für das Fotografieren begeistern möchtest oder ob ihr als Familie endlich Bilder wollt, die zeigen, wie ihr wirklich seid: Hier im Blog findest du Ideen, Erfahrungen und Wege dorthin.
Als Familienfotograf in Potsdam gebe ich keine Posen vor. Die Kinder bestimmen das Tempo. Nur so entstehen die Bilder, die Eltern später wirklich wiedererkennen.
Love your memories Sascha